Zukunftszentrum
für Deutsche Einheit und Europäische Transformation
Im Kontext des Transformationsgedankens, der Klimakrise und mit Blick auf die vielfältigen Anreize, die vom Zukunftszentrum in die Gesellschaft hereingetragen werden, entstand ein lebendiger und multifunktionaler Freiraum, der neben der Adressbildung und Repräsentationsfunktion vor allem anpassungsfähig und somit maximal nachhaltig ist.
Der Grundgedanke liegt in einem den ganzen Park überspannenden, lebendigen Gerüst aus Baumpflanzungen, welche je nach Nutzungszone weiter oder dichter werden. Untersetzt mit einen Teppich aus barrierefreien Natursteinplatten in ungebundener Bauweise entsteht eine urbane Landschaft aus Auftakt- und Vorplätzen, die Passant:innen aus allen Himmelsrichtungen in das Herz des städtischen Parks leitet. Inmitten dieser spielerischen Landschaft liegt das Zukunftszentrum. Ein zentraler Bau, welcher von allen Seiten im Sinne eines Campus begehbar ist.
Auf der Westseite liegt als Knotenpunkt inmitten des Parks das FORUM. Dieser ANKOMMENsbereich, mit seiner gewölbten Fassadenöffnung und zentralen Wegeführung, führt interessierte Menschen und Vorbeieilende in das Gebäude hinein. Der Platz lädt aber auch zum Verweilen, Bestaunen, Diskutieren und zum ständigen Perspektivwechsel ein. Eine raumumfassende, im Kreis aufgestellte Sitzgruppe umschließt diesen für das Gesamtkonzept bedeutenden Ort des Transformationsparks. Anders als heute, stehen Mensch und Natur im Mittelpunkt. Eine Grünfläche mit einer lebendigen, extensiven Staudenmischpflanzung, ein Steg, der die Interaktion mit dem Grünraum ermöglicht, und ein Nebelbrunnen laden dazu ein, diesen innerstädtischen Coolspot spielerisch zu erfahren. Das FORUM ist bewusst heterogen und als baumüberstandene Fläche mit verschiedenen Elementen und üppiger Vegetation gestaltet. Es wird der Bezug zum großzügigen Inneren des Gebäudes, mit seinen vielfältigen und sich im Raum frei bewegenden Nutzungen und Ausstattungen hergestellt. Ganz im Sinne des Leitgedankens das Zukunftszentrum als „Geschenk an die Bürgerschaft“.
Intensive Aktionsflächen, wie Spielinterventionen und Sportbereiche, sind bewusst mit Abstand zum Gebäude in die Parklandschaft integriert und befinden sich auf städtischem Grund, um die visuelle Interaktion und Identifikation mit dem Gebäude, wie auch die Wahrnehmung im menschlichen Maßstab zu stärken.
Die Verschränkung von Gebäude und Freiraum liest sich auch im Bereich des Veranstaltungssaals, der die optionale Erweiterung in den Coworking-Garten besitzt. Hier können Veranstaltungen, Pausen und Expert:innengruppen abgehalten werden. Neben der Veranstaltungsnutzung entsteht hier aber auch eine ganz alltäglich nutzbare Grünfläche mit Wiesen, Rasenflächen und einer grünen Retentionsmulde.
Die PLAZA SÜD, mit ihren grünen Kanten und dem Ausblick auf den KULTURPFAD, beherbergt den stadträumlich wichtigen Eingang aus Richtung des Hauptbahnhofes sowie ein Café mit Außensitz.
Klimabäume unterschiedlicher Gattungen und Arten begleiten die Bewegungslinien der Menschen auf den verschiedenen Ebenen der Anlage und beschatten die Aufenthaltsbereiche. In Gruppen gepflanzte Bäume und die raumgreifenden Strukturen der Mikrowälder im Norden tragen im Laufe der Zeit zur Verbesserung der mikroklimatischen Situation des Planungsgebiets bei. Das Pflanzen von Klimabäumen, Wiesen- und extensiven Staudenmischflächen sorgt für eine räumliche Differenzierung und biologische Vielfalt. Der entstandene Grünflächenanteil steht in einem ausgewogenen Verhältnis zu Repräsentation und zu erwartendem Nutzungsdruck.
Flankiert werden die intensiven Flächennutzungen des Zukunftszentrums von dichten grünen Wiesen und Gehölzbändern, welche als Barrieren zu den umliegenden Verkehrsräumen dienen und zu Ökotopen und Rückzugsräumen für die urbane Fauna qualifiziert werden. Diese, leicht topographischen Erhöhungen reduzieren die visuelle und akustische Verbindung in den Verkehrsraum, binden Feinstaub und ermöglichen, Teile des Aushubs direkt vor Ort wiederzuverwenden.
Begleitet wird die Gestaltung der Freianlagen durch ein naturnahes Regenwassermanagement. Auf diese Weise stellt sich die hier entstehende Stadtnatur mit ihrer biologischen Vielfalt gegen die Folgen des Klimawandels, wie die Bildung von Wärmeinseln und Starkregenereignissen.
Projektdaten
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Offener zweiphasiger Planungswettbewerb Neubau des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation
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Wettbewerb2024/2025
Wettbewerbsteam:
Architektur:
heinlewischer
Landschaftsarchitektur:
DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN
Platzierung:



transformation gestalten – einen beitrag leisten